Im Zentrum des Beitrages steht das Verhältnis zwischen weiblichen Arbeitswelten und poetischer Arbeit. In einem ersten Schritt werden die literarhistorischen Erzählungen zur Ruhrgebietsliteratur skizziert, zu denen eine Autorin wie Ilse Kibgis quer steht. Vor diesem Hintergrund wird in der exemplarischen Analyse der Gedichte ‚Mangelfrauen‘ und ‚Die betrogene Generation‘ gezeigt, wie sich die Texte im uneigentlichen Sprechen über den Abbau der Berge und die Generationserfahrungen verweigerter Kreativität reflexiv zum Bildbestand männlich codierter Ruhrgebiets- und Bergarbeiterliteratur verhalten und so Autorinnenschaft verhandeln.
The article focuses on the relationship between female working environments and poetic work. It begins by outlining the literary-historical narratives of the Ruhr region, to which an author like Ilse Kibgis stands in opposition. Against this backdrop, the exemplary analysis of the poems ‚Mangelfrauen‘ and ‚Die betrogene Generation‘ shows how the texts, in their indirect references to the mining of the mountains and the generational experiences of denied creativity, reflexively relate to the imagery of male-coded Ruhr and miners’ literature, thus negotiating authorship.
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1866-5381 |
| Ausgabe / Jahr: | 1 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-05-22 |
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