Dass es Elias Friedrichs in seinem Buch ‚manheit und Kampf in der Literatur des Mittelalters‘, der überarbeiteten Fassung seiner 2021 an der Universität zu Köln angenommenen Dissertation, in erster Linie um den Krieger geht, wird bereits mit den ersten Worten deutlich, wenn er diesen als Protagonisten von Kriegserzählungen ausweist: „Der Krieger stellt den Protagonisten dar für jene, die vom Krieg erzählen oder über ihn berichten“. Friedrichs zielt in seiner Studie insbesondere auf die Darstellung gewaltvoller Handlungen als kriegerische bzw. kämpferische Praktiken, die in der mittelalterlichen Literatur eng mit dem aus neuzeitlicher Perspektive schwer übersetzbaren, kulturell hoch aufgeladenen Begriffi manheit verknüpft sind. Schließlich lasse sich manheit – so die zentrale Ausgangsthe¬se der Studie – weder mit Übersetzungen wie ‚Tapferkeit‘ oder ‚Kriegerhaftigkeit‘ adäquat wiedergeben, noch mit der etymologisch verwandten Option ‚Männlichkeit‘, da letztere die kriegerische und kämpferische Dimension ausblende.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.1866-5381.2025.02.17 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 1866-5381 |
| Ausgabe / Jahr: | 2 / 2025 |
| Veröffentlicht: | 2025-11-21 |
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